Positionen | Welcome/Farewell SightseeingTaxi Tour +Transfer vom/zum Flughafen
Welcome/Farewell SightseeingTaxi Tour +Transfer vom/zum Flughafen
(5) Bewertungen
Berlin
Wichtige Informationen
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Barrierefrei
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Säuglinge und Kleinkinder können im Kinderwagen oder Buggy mitfahren
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Assistenztiere erlaubt
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Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Nähe verfügbar
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Spezielle Kindersitze sind verfügbar
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Transportmöglichkeiten sind für Rollstuhlfahrer zugänglich
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Geeignet für alle körperlichen Fitnessniveaus
Stornierungsbedingungen
Für eine vollständige Rückerstattung stornieren Sie mindestens 24 Stunden vor der geplanten Abflugzeit.
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Um eine vollständige Rückerstattung zu erhalten, müssen Sie mindestens 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses stornieren.
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Die Stornierungszeiten richten sich nach der Ortszeit des Erlebnisses.
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Wenn Sie weniger als 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses stornieren, wird der von Ihnen gezahlte Betrag nicht zurückerstattet.
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Für dieses Erlebnis ist eine Mindestanzahl von Reisenden erforderlich. Wenn es storniert wird, weil die Mindestanzahl nicht erreicht wird, erhalten Sie ein anderes Datum/Erlebnis oder eine vollständige Rückerstattung.
•
Alle Änderungen, die weniger als 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses vorgenommen werden, können nicht akzeptiert werden.
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Das Besondere ist, dass Sie von einem einheimischen Guide, der seit über 20 Jahren in Berlin lebt, im eigenen Comfort-SUV gefahren werden. Die persönliche Note, viele Informationen und Anekdoten sind garantiert! Sie werden direkt vom Flughafen abgeholt (Welcome Tour) oder von Ihrer Unterkunft in Berlin (Farewell Tour), und schon beginnt Ihre Stadtrundfahrt durch Berlin. Ganz individuell: Sie bestimmen, was Sie mehr interessiert, wo Sie noch zusätzlich aussteigen möchten oder was Sie einfach auch weglassen möchten! Bei der 1h-Tour konzentrieren wir uns auf den ehemaligen Osten, das historische Stadtzentrum Berlins. Bei der 2h-Tour sehen Sie die komplette City, d.h. Ost- und West mit Regierung...
Höhepunkte
Von 1 Stunde bis 3 Stunden
Angeboten in Deutsch (Deutsch) & Englisch
Kostenlose Stornierung
Mobiles Ticket
Von 1 Stunde bis 3 Stunden
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Mobiles Ticket
Was ist enthalten?
WiFi on board
Air-conditioned vehicle
Sowohl die Taxifahrt laut Tarif (7% MwSt.) als auch die Stadtrundfahrt (19% MwSt.) sind inklusive.
Abholung von Ihrem Wunschort in der Stadt (Hotel, Apartment ...)
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Berlin
Über uns
Das Besondere ist, dass Sie von einem einheimischen Guide, der seit über 20 Jahren in Berlin lebt, im eigenen Comfort-SUV gefahren werden. Die persönliche Note, viele Informationen und Anekdoten sind garantiert! Sie werden direkt vom Flughafen abgeholt (Welcome Tour) oder von Ihrer Unterkunft in Berlin (Farewell Tour), und schon beginnt Ihre Stadtrundfahrt durch Berlin. Ganz individuell: Sie bestimmen, was Sie mehr interessiert, wo Sie noch zusätzlich aussteigen möchten oder was Sie einfach auch weglassen möchten! Bei der 1h-Tour konzentrieren wir uns auf den ehemaligen Osten, das historische Stadtzentrum Berlins. Bei der 2h-Tour sehen Sie die komplette City, d.h. Ost- und West mit Regierung...
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Parking Fees
Transfer vom/zum Flughafen BER inklusive!
Gratuities
Snacks
Reiseplan
1
Brandenburger Tor
Bis in die Neuzeit war es nur ein Stadttor – in bekannter Weise erweitert kurz nach der franz. Revolution. Hier ritt der Kurfürst vom Schloss Richtung Westen zu seinem privaten Jagdrevier, dem Tiergarten. Das ursprüngliche Friedenstor bekam jedoch nach der napoleonischen Besetzung um 1805 eine ganz andere Bedeutung: Napoleon ließ die Quadriga, den vierspännigen Wagen, mit der Friedensgöttin nach Paris transportieren. Nach dem Sieg der Alliierten über Frankreich kam sie in einem großen Triumphzug zurück – als Retourkutsche. Seitdem gekrönt mit einem Adler mit einem Kreuz in den Fängen als Zeichen des Sieges. – Bei der Teilung der Stadt wurde das kriegszerstörte Umfeld weggeräumt und Reste (Hotel Adlon) gesprengt – und plötzlich stand das Tor allein, von Westen durch die Mauer unzugänglich, von Osten durch Zäune und Absperrungen getrennt. Erst mit der Wende, dem Mauerfall, wurde das Tor wieder zum Symbol – für die deutsch. Wiedervereinigung
5 Minuten
2
Reichstagsgebäude
Wilhelminischer Prachtbau, obwohl als Bude oder Affenhaus gescholten. Deshalb außerhalb und abseits der Stadt gebaut. Historisch wertvoll, immerhin setzten die Rotarmisten ihre Fahne als Zeichen des Sieges an das Gebäude. Auch wenn das berühmte Foto davon nur wiedergegeben ist. Dann jahrzehntelang eher unbeachtet im sog. freien Westberlin – nur 5 m von der Mauer entfernt, durfte es nicht für offizielle Bundestagssitzungen genutzt werden. Tat es doch, etwa zur Wahl des Bundespräsidenten, gab es sofort einen Verweis aus Ostberlin. In den Neunzigern komplett entkernt und für den wiedervereinigten Bundestag mit nun über 700 Abgeordneten völlig neu gestaltet. Nicht zu vergessen die ikonografische Verhüllungsaktion des Künstlers Christo. Die Reichstagskuppel, auf ein neues Glas gesetzt, nachdem der Architekt stattdessen nur eine Art Tankstellendach geplant hatte, stellt heute das neue Berlin dar
0 Minute
3
Bundeskanzleramt der Bundesregierung
Ökologischer Kolossalbau, nicht gerade klein, mit 36 m Höhe und zehn Stockwerken und insgesamt 500 Büroräumen für über 300 Mitarbeiter. Das Weiße Haus würde achtmal reinpassen. Größer sind eigentlich nur Paläste für Staatspräsidenten... Die Bundeskanzlerin hat ihr Büro oben links. In der Rotunde darüber ist eine Dienstwohnung für sie, die sie allerdings nicht nutzt. Ist auch eher unpraktisch mit Bad und Schlafzimmer gegenüber bei ca. 200 m² Nutzfläche
0 Minute
4
Paul-Lobe-Haus
Dieses Gebäude ist der sogenannte Motor des Parlaments, d.h. die gesamte Arbeit des Parlaments findet hier statt. Nur die Schlussreden werden im Parlament gehalten, die eigentliche Diskussion und Abstimmung findet in den Ausschüssen statt. Gelegenheit dazu gibt es in jeder Ausbuchtung des über 200 m langen Gebäudes auf drei Etagen reichlich. Und als gläsernes Parlament kann man es sogar von außen sehen. Nur die EU und der Geheimausschuss sitzen in der größten Rotunde zur Spree hin über den beiden Restaurants – und sind von außen nicht zu sehen
0 Minute
5
Bahnhof Berlin Friedrichstraße
Dieser Bahnhof war während der Berliner Mauer der einzige, von dem aus eine Weiterfahrt von Ost- nach Westberlin möglich war, etwa für den damals existierenden Paris-Moskau-Express. Oder auch für ausreisende Ostberliner, dann allerdings ohne Rückfahrkarte. Weshalb dieser Bahnhof auch für abenteuerliche Fluchtversuche genutzt wurde, die allerdings nicht immer glücklich verliefen. Ansonsten war der gesamte Bahnhof von Schranken und Zollkontrollen durchzogen, mittendrin befanden sich Stasi-Beobachtungsgänge – wer das und mehr interessiert, findet diesen im Original neben dem sogenannten Tränenpalast. Das lag daran, dass die Ostberliner sich dort von ihren Verwandten verabschieden mussten, und zwar oft für scheinbar immer
0 Minute
6
Unter den Linden
Dieser Prachtboulevard war der erste seiner Art in Berlin. Eigentlich als beschaulicher Reitweg angelegt, führte er vom Berliner Schloss westwärts, durch das Brandenburger Tor bis zu den Jagdgründen, dem heutigen Tiergarten. Auch diese waren dem Kurfürsten persönlich und ausschließlich vorbehalten. Als sich die Stadt nach Westen ausdehnte – Keimzelle war die Insel in der Spree und die östliche Seite, wo heute das Nikolaiviertel liegt – wurde der Jagdweg zu einem bemerkenswerten Boulevard ausgebaut. Bei der Frage, wie man ihn dort anpflanzen sollte, war man sich zwischen Walnuss und Linden nicht einig. Wie man heute sehen kann, setzen sich die Linden durch, ansonsten siedeln die Straßen heute unter den Nüssen… Ursprünglich von Adel gesäumt, stehen heute hier wichtige und markante Gebäude von der Staatsbibliothek über die Humboldt-Universität bis zur Staatsoper. Auch die verbliebenen Cafés sind gemütlich
0 Minute
7
Pariser Platz
Erklärung zu den umliegenden Gebäuden, Botschaften, Akademie der Künste
Wäre die Stadt Berlin eine Wohnung, wäre dieser Ort das sogenannte gute Zimmer. Also das Zimmer, in das Gäste gerne gehen, um die schönsten Seiten der Stadt zu zeigen. Aber warum viel, die umliegenden Gebäude wurden durch Krieg und Abriss in den späteren Jahrzehnten zerstört, das einzige, was übrig blieb, war das Brandenburger Tor. Es war ungefähr so isoliert wie der Arc de Triomphe in Paris. Nur dass das hier nicht geplant war. Man kommt von keiner Seite an das Tor heran, es gab eine sehr dicke Mauer von Westen, die Ostberliner waren von Osten durch einen Zaun begrenzt. Das verbliebene Stück des Hotels Adlon wurde schließlich gesprengt. Nach dem Fall der Mauer beschloss man, hier alles wieder aufzubauen, aber modernisiert im Stahl, nur in der Kubatur wie vorher. Jetzt sind das Liebermann-Haus, die Akademie der Künste, die französische und amerikanische Botschaft wieder hier versammelt
5 Minuten
8
Russische Botschaft
Nach dem Krieg ließ die Sowjetunion hier die größte Auslandsvertretung Europas errichten. Ihre Größe dürfte schon dokumentieren, wer hier im Zentrum Berlins sagte, damals lagen die amerikanische, britische und französische Botschaft am Pariser Platz allesamt in Schulden und Asche. Entgegen den Statuten der Linden, wonach alle Gebäude bündig mit der Straße ausgerichtet sein sollten, erlaubte dieser Palasttyp einen Innenhof. Stalin sollte ihr in allem gefallen – ob er ihn je betreten, geschweige denn sich dort aufgehalten hat, ist leider nicht bekannt. Es hätte wenigstens an nichts gefehlt, selbst für die angeschlossene Schule gibt es ja noch ein Schwimmbad und Ballsäle und so weiter sowieso. Aber Stalin war auch Zeit seines Lebens ein Paranoiker. Noch heute wird er für die Nachfolgestaaten der UdSSR namens GUS verwendet.
0 Minute
9
Gendarmenmarkt
Deutscher und Französischer Dom Schauspielhaus, Konzerthaus
Dieser Ort wird von vielen als der schönste Platz Berlins bezeichnet. Schön eingerahmt wird das heutige Konzerthaus, früher als Schauspielhaus gebaut, von den beiden sogenannten Domen. Nämlich dem Deutschen und dem Französischen Dom. Allerdings sind hier weder Bischofssitze noch Kathedralen zu finden, sondern schlichte Gemeindehäuser, die Friedrich II. angeblich nach eigenem Entwurf mit einem kathedralenartigen Aufsatz verschönern ließ. Die linke Kirche, der Deutsche Dom, wird nicht mehr als solche genutzt, sondern enthält ein Museum zur parlamentarischen Geschichte Deutschlands. Die rechte, der Französische Dom, wird noch heute von einer reformierten Gemeinde genutzt, die sonntags Gottesdienste auf Französisch abhält. Dahinter befindet sich ein kleines Hugenottenmuseum, denn diese Flüchtlinge waren es, die hier ihre Kirche bauen durften. Sie mussten nur weiter außerhalb in Moabit wohnen. Und zu DDR-Zeiten stand es leer und leer...
0 Minute
10
Bebelplatz
Sogenannte Kommode, Königliche Hofbibliothek, St. Hedwigs-Kathedrale, Staatsoper, Humboldt-Universität bilden zusammen das Forum Fridericianum. Im heutigen Hotel Club de Rome waren SPD und KPD zwangsweise vereint. Daher passt vielleicht auch der Name Augustinus, der Gründer der SPD. Ansonsten war der Platz früher schlicht und ergreifend, was auch besser passen würde. In der Mitte des Platzes, man geht leicht darüber, es sei denn, es ist eine Menschentraube dort, ein Glasfenster im Boden, das auf eine leere Bibliothek hinweist. Am 10. Mai 1933 wurden hier alle Bücher verbrannt, die aus nationalsozialistischer Sicht ungeeignet waren. Der Platz bildet ein schönes Quadrat mit der Humboldt-Universität, wie der Berliner sagt. Denn auch dieses Gebäude wurde als Palast gebaut, nämlich für den jüngeren Bruder Friedrichs II., Heinrich. Wenige Jahre nach seinem Tod wurde es als Keimzelle der königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität genutzt, heute Humboldt-Universität
0 Minute
11
Neue Wache
Für viele früher das Spektakel unter den Linden: der Wachwechsel bei der neuen Wache, die Ostberliner Soldaten gingen damals in einem Stechen auf und ab. Das ist lange her, aber tatsächlich beherbergte diese Wache die Burgwache, zumindest einen kleinen Teil davon. Früher eine Art ewige Flamme im Inneren (eigentlich aus Glas, aber ein Gehäuse, das durch Licht so aussieht), heute eine Pieta, eine vergrößerte Form der Skulptur von Käthe Kollwitz, die um ihren Sohn trauerte, der im Ersten Weltkrieg nach nur wenigen Wochen gestorben war. Heute ein Ort der Trauer für alle Opfer von Krieg und Terror, deshalb oft staatsmännisch anmutende Kränze hier, besonders nach dem Volkstrauertag im November
0 Minute
12
Kronprinzenpalais
Dieses Gebäude und das benachbarte Kronprinzessinnenpalais werden oft übersehen – wenn man alle riesigen Objekte Unter den Linden nennt, geraten sie schnell unter. Tatsächlich war ihr wichtigster Zweck der, der sich bereits im Namen verbirgt: Hier wurden nicht nur Kronprinzen und Prinzessinnen geboren, sondern sie wuchsen auch hier auf und brachten sie oft selbst zur Welt. Die beiden Paläste sind durch einen Gang miteinander verbunden. Da das Kronprinzessinnenpalais so nah an der Staatsoper liegt, wurde es oft als Operncafé genutzt und wird derzeit als Ausstellungsort genutzt. Das Kronprinzenpalais wird noch immer von der Verwaltung für den Wiederaufbau des Stadtschlosses/Humboldtforums genutzt
0 Minute
13
Deutsches Historisches Museum
Je nach Interesse anhalten oder vorbeifahren
Das Deutsche Historische Museum befindet sich im ehemaligen Zeughaus. Dieses enthält der Überlieferung nach das „Spielzeug“ der Männer im Kriegsfall, also Kriegsgerät. Auch erbeutete Kriegsgeräte des Feindes. In der Folge entwickelte sich hier ein Kriegswaffenmuseum, und zu DDR-Zeiten ein Militärhistorisches Museum. Nach dem Fall der Berliner Mauer beschloss man, ein zentrales Museum der deutschen Geschichte einzurichten, nachdem dort, wo heute das Bundeskanzleramt ist, bereits der erste Spatenstich erfolgt war. Dann kam die Geschichte dazwischen... Das Haus selbst wurde nach der Wende renoviert, und vor allem die Fresken außen und auch im Innenhof des Gebäudes lassen viele erschauern, denn es sind Nachbildungen von Totenmasken sterbender Krieger. Andreas Schlüter, der als Erbauer des barocken Berliner Schlosses gilt, zeichnete hier als Bildhauer
0 Minute
14
Stadtschloss Berlin
Wiederaufgebaut als Humboldt Forum, Eröffnung 2021-22.
Je nach Interesse anhalten oder vorbeifahren
Jahrzehntelang war hier einfach nichts, ein großer Parkplatz, mal zum Feiern und Rummeln genutzt. Über Jahrhunderte stand hier das Berliner Schloss der Berliner Kurfürsten, später Könige, später Kaiser. Im Krieg ausgebrannt und nicht erloschen, war seine Silhouette dennoch ungebrochen und wurde nach dem Krieg teilweise innen genutzt, etwa für Ausstellungen, wie es mit Berlin nach dem Krieg weitergehen soll. Trotzdem ließen es die Ostberliner Herren monatelang sprengen, trotz aller Kritik aus dem In- und Ausland, weil es eine Ikone des norddeutschen Barocks darstellte. Vor der Sprengung detailliert fotografisch dokumentiert, erlaubt es nun eine äußerlich exakte Rekonstruktion. Auch der Innenhof des Schlüters wurde detailgetreu rekonstruiert. Ein Highlight, meist am Ende meiner Führungen, ist die fantastische Aussicht von der Dachterrasse.
25 Minuten
15
Berliner Dom
Je nach Interesse ein Rundgang durch die Kirche, die Grabstätte der Hohenzollern und Aufstieg zur Kuppel
Wenn ich ein Lieblingsobjekt in Berlin habe, dann ist es wohl der Berliner Dom, gerade weil er in seiner heutigen Form nicht die absolute Schönheit darstellt, gerade weil er vorgibt, viel älter zu sein als er ist (nämlich nur ca. 115 Jahre und damit nur 64 Jahre jünger als der Fernsehturm) und gerade weil er trotz seiner äußeren Brötchen im Inneren so viel andere Schönheit verbirgt – von der Kuppel bis zur Stärke. Dabei kommt vieles zusammen, was symptomatisch für Berlin scheint: eine gar nicht so lange Geschichte, eigentlich komprimiert auf wenige Jahrzehnte. Gepaart mit viel Zerstörung, aber auch mit viel Wiederaufbauwillen, der sich wie hier über Jahrzehnte hinzog. Und trotzdem erstrahlt er heute fast wieder in altem Glanz – auch wenn er, wie schon erwähnt, eigentlich gar nicht so alt ist
0 Minute
16
Museumsinsel
Die Museumsinsel ist eigentlich nur eine Halbinsel der vielbenannten Insel in der Spree, auf deren nördlichem Teil sich fünf weltberühmte und von der UNESCO geschützte Museen befinden. Es ist eine Sammlung aus den 1800er und 30er Jahren als Mann für die Gemälde des Berliner Schlosses, die neu zu sehen und auch von der Öffentlichkeit besucht werden sollten, als sie nach einem Standort suchte und diesen in einem tempelartigen Gebäude, dem alten Museum, realisierte. Wenig später wurde eine Erweiterung nötig, und so entstand das neue Museum, das heute vor allem frühgeschichtliche Kunst und die des alten Ägyptens beherbergt, darunter die weltberühmte Nofretete. Für die neu hinzugekommenen Gemälde brauchte es eine Gemäldegalerie, wiederum als Tempel der Akropolis gestaltet: die alte Nationalgalerie. Schließlich bekamen auch die Skulpturen ihren besonderen Platz an der Nordspitze, das Bodemuseum. Und nicht zuletzt ein Museum allein für die Architektur: das Pergamonmuseum
0 Minute
17
Hackescher Markt
Historischer S-Bahnhof und Hackesche Höfe.
Das ist ein weiterer Lieblingsort auf meinen Innenstadttouren. Hat man gerade erst das pompöse Berlin mit seinen Prunk- und Schaubauten kennengelernt (wer zu Fuß auf der R schon ohnmächtig war, ist schon ohnmächtig), staunt man umso mehr über das plötzlich kleinteilige, fast kleinstädtische Berlin rund um die Hackeschen Höfe. Hier kann man tatsächlich ein Stück Alt-Berlin bewundern, auch wenn es gar nicht so alt ist. Ausgehend vom Alter der Stadt, fast 800 Jahre, können wir nur bis ins 19. Jahrhundert zurückblicken. Das ältere Berlin, rund um das Nikolaiviertel und das Rote Rathaus, wurde im Krieg komplett zerstört oder danach abgerissen. Ja, ein Ensemble ist erhalten geblieben, in der DDR-Zeit mehr schlecht als recht als Lagerhäuser genutzt, nach der Wiedervereinigung als Wohn- und Geschäftshäuser restauriert. Und wie historisch üblich, gehen hier Wohnen und Arbeiten Hand in Hand, hier findet man Ateliers und Fabriken
10 Minuten
18
Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Ausgedehnter Rundgang über die große Hamburger Straße (Straße der Toleranz) mit Sophienkirche, jüdischem Friedhof, katholischem Krankenhaus möglich
In diesem kleinen Gebiet, der ehemaligen Spandauer Vorstadt (weil es auf dem Weg nach Spandau lag) gab es jüdisches Leben – aber nicht nur. Es war weit davon entfernt, ein Ghetto zu sein, denn hier gibt es auch die evangelischen Gemeinden mit ihrem alten Kirchhof und den noch immer zertrümmerten Fassaden des KüsterHauses sowie das katholische Krankenhaus. Und eine der ältesten jüdischen Grabstätten war daneben, hier findet man Mitglieder der Familie Mendelssohn. Die alte Synagoge, nur einen Steinwurf entfernt, sollte in den 1860er Jahren durch einen Neubau ersetzt werden, der an das neue Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinde anschloss. Fertiggestellt im maurischen Stil, mit goldener Kuppel – nur der 3000-Mitglieder-Saal wurde ein Opfer der Bomben
0 Minute
19
Alexanderplatz
Mit Fernsehturm, Haus des Tourismus, Haus der Statistik, Haus des Lehrers, Haus der Elektrotechnik, Weltzeituhr
Je nach Interesse vorbeifahren oder stehen bleiben
Alle reden heute vom Alexanderplatz – auch vom Ochsenplatz zu sprechen, wäre merkwürdig, selbst wenn dies der ursprüngliche Name war, wohl weil man sich hier genau damit beschäftigte. Bereits außerhalb der ältesten Stadtmauern gelegen, war er mit der Marienkirche eine östliche Erweiterung. Der Ursprung des Platzes ist eigentlich dort zu finden, wo heute der Vorplatz vor der Galleria Kaufhof ist. Zu DDR-Zeiten wollte man eine sozialistische Neugestaltung im Sinne einer russischen Perspektive: mit viel Platz für alle, am besten auch Panzer und andere Tierarten, umgeben von modernen Gebäuden, die irgendwie für die Modernität des Sozialismus standen, vom Haus des Tourismus über das Haus der Elektrotechnik bis hin zum Haus des Lehrers
0 Minute
20
Rotes Rathaus
Je nach Interesse vorbeifahren oder stehen bleiben
Das Rote Rathaus ist nicht nach dem Parteibuch des Regierenden Bürgermeisters benannt, es ist in Berlin so etwas wie der Ministerpräsident in anderen Ländern. Aber natürlich nach den roten Backsteinen. Zu Ostberliner Zeiten saß hier auch der Ostberliner Magistrat (übrigens mit Bürgermeister, wie in ganz Berlin bis 19:45 Uhr üblich) und der Gouverneur von Westberlin saß im Schöneberger Rathaus. Übrigens im neugotischen Stil erbaut, kann man es auch kostenlos besichtigen, zumindest einige interessante Räume, darunter einen Raum mit vielen Gipsabdrücken bekannter Statuen. In den 1870er Jahren erbaut, wurde es bald zu klein, deshalb wurde schräg dahinter das sogenannte Stadthaus gebaut, mit einer hoch aufragenden Kuppel. Das älteste Rathaus Berlins stand unweit von hier auf der damals so genannten Langen Brücke, die heutige Rathausbrücke in der Mitte als Verbindung zweier Städte
0 Minute
21
Nikolaiviertel
Tour empfehlenswert! Mit Nikolaikirche, Knoblauchhaus und vielem mehr
Hier erlebt man das alte Berlin! Zumindest stimmen die Kulissen, denn genau das war die Absicht des erklärten Wiederaufbaus in den 1980er Jahren (also noch zu DDR-Zeiten), als in Wahrheit nur drei Häuser hier standen und nur die Mauern der Nikolaikirche ohne Dach und Turm emporragten. Außerdem sollten auf dieser winzigen Höhe 2.000 Wohnungen untergebracht werden, und das war der Architekt. Wir nähern uns von außen in Berlin typischer Höhe und zoomen in ein zunehmend älteres, fast barockes Berlin hinein. Mit dem Endpunkt der Nikolaikirche, der ältesten in Berlin, heute ein Stadtmuseum. In unmittelbarer Nähe befindet sich das originale Knoblauchhaus, das im schönsten Biedermeierstil eingerichtet ist und das Familienleben einer Tuchmacherfamilie freigibt. Dazu typische Berliner Restaurants mit Blick auf die Spree, mittendrin St. Georg, wie er den Drachen tötet
0 Minute
22
Mühlendammbrücke
Mit Blick auf die Schleuse
Hier entstand der älteste Übergang Berlins, tatsächlich führt eine zweispurige Schleuse durch die Spree, an der man den Fluss überqueren konnte. Deshalb war eine Siedlung für Fischer namens Köln, mit C ob es sich um Auswanderer aus dem Rheinland handelte, hier noch unbekannt. Die Händler residierten dann auf der östlichen Seite, weshalb die Kirche Sankt Nikolaus geweiht wurde. Auf der Kölner Seite nach Sankt Petri. Diese Furt war lange keine Brücke, sondern tatsächlich wurde hier der Fluss aufgestaut und das Wasser über Kanäle, von denen es viele gab, abgeleitet. Praktischerweise standen auf der Brücke Mühlen, angetrieben vom Flusswasser, konnte man dann eine Wertschöpfung für das Getreide erzielen. Erst viel später im 19. Jahrhundert wurde hier eine kleine Schleuse gebaut, die allerdings in einer Flussbiegung lag und eher unpraktisch war. So wurde in den 1930er Jahren das Ganze zugunsten der modernen Doppelkammerschleuse abgerissen
0 Minute
23
Hausvogteiplatz
Außenministerium, ehemalige Reichsbank, wiederaufgebaute Wohngebiete am HausVogteiPlatz, ehemaliges jüdisches Kleiderviertel
Ein versteckter und viel zu oft übersehener Ort, nach dem Untergang wieder aufgeräumt mit umliegenden restaurierten oder sehr gut erhaltenen Häusern. Benannt nach all einer sehr alten Vogtei-Einrichtung (Vulgo-Gefängnis), entwickelte sich der Ort im 19. Jahrhundert als Hort jüdischer Kleiderschneidereien, weil man bei Strafe Schneiderarbeiten verbietet, man über die bis dahin unbekannten Kleiderwaren Bescheid weiß und natürlich bald jedem Schneider mächtig Konkurrenz macht. Noch heute erinnern ein paar Spiegel als Kunstobjekte an diese Vergangenheit. Rundherum sehen wir modernes Wohnen im alten Berlin, in kleinen Scheibenhäusern (Vulgo-Reihenhäusern), die alle von unseren eigenen Architekten unterschiedlich gestaltet sind und daher als Mini-Stadtpaläste durchgehen, denn ein entsprechendes Geldpolster sollte man schon haben
0 Minute
24
Das Holocaust-Mahnmal - Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Empfehlenswert ist ein Gang durch die 2711 Stelen
Das Muss für einen auch an jüngerer Geschichte interessierten Berliner Stadtbesuch. Hier auf der zentralen Meile zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz (in etwa inklusive Mauer und Todesstreifen), durch die Ministergärten (die Ministerien lagen alle an der Front zur Wilhelmstraße, was sozusagen der Downing Street in London entspricht) in unmittelbarer Nähe zum Reichstag ein großes Stelenfeld. Gestaltet vom amerikanischen Architekten Peter Eisenmann, verwirrt es den Betrachter zunächst. Erst ein Gang durch die Stelen verdeutlicht, was gemeint ist: die große Verunsicherung und Verwirrung der jüdischen Bevölkerung im Nazideutschland. Wie geht es weiter? Muss ich auswandern? Wenn ja, was kann ich mitnehmen (defacto: nichts)? Ich habe hier einen Anwerbungsauftrag, wohin geht die Reise? (Ins Vernichtungslager). Nähere Informationen gibt es im Keller
0 Minute
25
Paradiesgarten Potsdam
Hier war eine trostlose Brache, als die Mauer noch stand. Dass hier in den Goldenen Zwanzigern einst Europas geschäftigster Verkehr tobte, war kaum vorstellbar. Der Krieg zerstörte 80 Prozent der Gebäude, der Rest wurde später abgerissen, um Platz für einen unmenschlich breiten 80 Meter langen Todesstreifen zu schaffen. Durch die Bebauung von Sony und Mercedes, damals Daimler Chrysler genannt, entstand ein Viertel mit Unterhaltung wie dem Berlinale-Palast, dem Filmmuseum, dem Lego-Museum und vielen Cafés und Bars, aber auch für Restaurants und natürlich Shopping. Büros etwa für die Bahndirektion und Wohnungen im oberen Segment runden das Bild ab.