Positionen | Private Taxi Tour durch Berlin Ost und West und Kiez ca 5-6h
Private Taxi Tour durch Berlin Ost und West und Kiez ca 5-6h
(55) Bewertungen
Berlin
Wichtige Informationen
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Spezielle Kindersitze sind verfügbar
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Assistenztiere erlaubt
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Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Nähe verfügbar
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Säuglinge und Kleinkinder können im Kinderwagen oder Buggy mitfahren
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Geeignet für alle körperlichen Fitnessniveaus
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Transportmöglichkeiten sind für Rollstuhlfahrer zugänglich
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Barrierefrei
Stornierungsbedingungen
Für eine vollständige Rückerstattung stornieren Sie mindestens 24 Stunden vor der geplanten Abflugzeit.
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Um eine vollständige Rückerstattung zu erhalten, müssen Sie mindestens 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses stornieren.
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Die Stornierungszeiten richten sich nach der Ortszeit des Erlebnisses.
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Wenn Sie weniger als 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses stornieren, wird der von Ihnen gezahlte Betrag nicht zurückerstattet.
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Für dieses Erlebnis ist eine Mindestanzahl von Reisenden erforderlich. Wenn es storniert wird, weil die Mindestanzahl nicht erreicht wird, erhalten Sie ein anderes Datum/Erlebnis oder eine vollständige Rückerstattung.
•
Alle Änderungen, die weniger als 24 Stunden vor Beginn des Erlebnisses vorgenommen werden, können nicht akzeptiert werden.
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Im Unterschied zu Busreisen haben Sie bei einer individuellen Taxi Sightseeing Tour die Möglichkeit, fast überall mal kurz zu halten – sei es für ein Foto Shoot, sei es für einen Snack oder Pause, sei es für einen Kaffee. Oder auch für einen längeren Rundgang, um ein Objekt genauer anzuschauen oder sich erläutern zu lassen (Berliner Dom, Hackesche Höfe, Brandenburger Tor, Gendarmenmarkt, Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, KaDeWe werden zum Beispiel empfohlen). Ganz nach Ihren Interessen und Wünschen! Und im Unterschied zu einem Rundgang zu Fuß sehen Sie nicht nur einen winzigen Ausschnitt unserer Stad. Verbinden Sie also mit einer Taxitour das Beste aus beiden Perspektiven, genau so wie ich es...
Höhepunkte
Von 4 Stunden bis 6 Stunden
Angeboten in Deutsch (Deutsch) & Englisch
Kostenlose Stornierung
Mobiles Ticket
Von 4 Stunden bis 6 Stunden
Angeboten in Deutsch (Deutsch) & Englisch
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Mobiles Ticket
Was ist enthalten?
Private transportation
WiFi on board
Air-conditioned vehicle
Sowohl die Taxifahrt laut Tarif (7% MwSt.) als auch die Stadtrundfahrt (19% MwSt.) sind inklusive.
Abholung von Ihrem Wunschort in der Stadt (Hotel, Apartment ...)
Parking Fees
Gratuities
Lunch
Abholung vom Flughafen BER oder außerhalb des S-Bahn-Ringes nur gegen Aufpreis (Berliner Taxitarif)
Private Taxi Tour durch Berlin Ost und West und Kiez ca 5-6h
(55) Bewertungen
Berlin
Über uns
Im Unterschied zu Busreisen haben Sie bei einer individuellen Taxi Sightseeing Tour die Möglichkeit, fast überall mal kurz zu halten – sei es für ein Foto Shoot, sei es für einen Snack oder Pause, sei es für einen Kaffee. Oder auch für einen längeren Rundgang, um ein Objekt genauer anzuschauen oder sich erläutern zu lassen (Berliner Dom, Hackesche Höfe, Brandenburger Tor, Gendarmenmarkt, Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, KaDeWe werden zum Beispiel empfohlen). Ganz nach Ihren Interessen und Wünschen! Und im Unterschied zu einem Rundgang zu Fuß sehen Sie nicht nur einen winzigen Ausschnitt unserer Stad. Verbinden Sie also mit einer Taxitour das Beste aus beiden Perspektiven, genau so wie ich es...
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Prächtiger Gründerzeitbau, wenn auch von ihm als Plauderstübchen oder Affenhaus kritisiert. Deshalb auch außerhalb und abseits der Stadt gebaut. Historisch wertvoll, immerhin setzten die Rotarmisten ihre Fahne als Symbol des Sieges an das Gebäude. Auch wenn das berühmte Foto davon nur wiedergegeben ist. Dann wurde es jahrzehntelang im sogenannten freien Westberlin weitgehend ignoriert – nur 5 m von der Mauer entfernt, durfte es nicht für offizielle Bundestagssitzungen genutzt werden. Wenn doch, zur Wahl des Bundespräsidenten etwa, folgte sofort eine Rüge aus Ostberlin. In den Neunzigern komplett entkernt und für den wiedervereinigten Bundestag mit mittlerweile über 700 Abgeordneten völlig neu gestaltet. Nicht zu vergessen die ikonografische Verhüllungsaktion des Künstlers Christo. Die Reichstagskuppel, auf neues Glas gesetzt nachdem der Architekt an dieser Stelle nur eine Art Tankstellendach geplant hatte, repräsentiert sie heute das neue Berlin.
0 Minute
2
Brandenburger Tor
Eigentlich liegt es am Pariser Platz, jedenfalls von der anderen Seite. Wäre die Stadt Berlin eine Wohnung, so wäre dieser Ort die sogenannte gute Stube. Also der Raum, in den man sich von Gästen gerne die schönsten Seiten der Stadt zeigen lässt. Aber warum so viel, die umliegenden Gebäude wurden in den späteren Jahrzehnten durch Krieg und Abriss zerstört, übrig blieb nur das Brandenburger Tor. Es lag etwa so isoliert wie der Arc de Triomphe in Paris. Aber so war es nicht geplant. Von beiden Seiten gab es keine Möglichkeit, an das Tor heranzukommen, von Westen her stand eine sehr dicke Mauer, und vom Osten her waren die Ostberliner durch einen Zaun getrennt. Der verbliebene Teil des Hotels Adlon wurde schließlich gesprengt. Nach dem Fall der Mauer beschloss man, hier alles wieder aufzubauen, allerdings stilistisch modernisiert, nur in der Kubatur wie vorher. Nun sind hier wieder das Liebermannhaus, die Akademie der Künste, die französische und die amerikanische Botschaft versammelt.
5 Minuten
3
Potsdamer Platz
Eigentlich liegt der richtige Platz, der im 18. Jahrhundert vom Soldatenkönig als Achteck angelegt wurde (im Gegensatz zum Karree, dem Pariser Platz und dem Rondell, dem heutigen Mehringplatz), der Leipziger Platz, am Ende der gleichnamigen Straße vor dem Stadttor, die nach Potsdam führte und deshalb auch so genannt wurde. Der heute bekanntere Platz, der Potsdamer, lag schon draußen und war und ist wieder weitgehend eine Kreuzung mit viel Verkehr. Während in den 1920er Jahren täglich 100.000 Fahrzeuge hier vorbeifuhren, tobte hier das Tag- und Nachtleben mit Vergnügungslokalen und mehr. Heute stehen hier die bekannten Gebäude von Mercedes (damals Daimler-Chrysler) und das Sony Center, am Anfang der markante Glasturm für die Direktion der Deutschen Bahn. In der Nähe wichtige Hotels (wie das Ritz Carlton) und neue Vergnügungen. So war es auch gedacht, doch so richtig will es aus der Retourkutsche nichts werden, selbst die Spielbank Berlin will schon gehen, das Musical ist vorbei.
0 Minute
4
Paul-Lobe-Haus
Dieses Gebäude ist der sogenannte Motor des Parlaments, die gesamte Parlamentsarbeit findet hier statt. Im Parlament werden nur die Schlussplädoyers gehalten, die eigentliche Diskussion und Abstimmung findet in den Ausschüssen statt. Gelegenheit dazu gibt es in jeder Ausbuchtung des über 200 m langen Gebäudes auf drei Etagen reichlich. Und als gläsernes Parlament ist es sogar von außen zu sehen. Nur die EU- und Geheimausschüsse sitzen in der größten Rotunde zur Spree hin über den beiden Restaurants – und sind von außen nicht einsehbar.
0 Minute
5
Bundeskanzleramt der Bundesregierung
Kolossaler Bau, mit 36 m Höhe, zehn Stockwerken und insgesamt 500 Büroräumen für über 300 Mitarbeiter nicht gerade klein. Das Weiße Haus würde achtmal reinpassen. Größer sind nur Paläste für Präsidenten. Die Bundeskanzlerin hat ihr Büro oben links. In der Rotunde darüber ist eine Dienstwohnung für sie, die sie allerdings nicht nutzt. Wie man weiß, wohnt sie gegenüber der Museumsinsel. Auch die Dienstwohnung ist eher unpraktisch, mit Bad und Schlafzimmer auf der anderen Straßenseite bei ca. 200 m² Nutzfläche.
0 Minute
6
Bundespressekonferenz e.V.
Ein modernes Gebäude, mit einem auffallend großen Riesenfenster in der Mitte. Dahinter wird ein- bis zweimal wöchentlich die Regierung von akkreditierten Journalisten aus der Hauptstadt besichtigt. Sie sitzen dann vor einer blauen Wand, die sich auch hier leicht in der Fassade spiegelt.
0 Minute
7
Humboldthafenbrücke
Hier passieren wir wieder die Ost-West-Grenze. Im Hafen, der schon damals Sperrgebiet war, gab es nach dem Mauerbau die ersten Toten. Günter Litfin wurde beim Versuch, den Hafen zu durchschwimmen, rückwärts angeschossen. Sein Bruder trauerte bis vor wenigen Jahren um ihn – in einem der letzten verbliebenen Wachtürme am Invalidenfriedhof.
0 Minute
8
Berliner Hauptbahnhof
Größter Kreuzungsbahnhof Europas, das sagt die Bahn selbst und erzählt von 300.000 Fahrgästen, die hier täglich umsteigen. Naja, das ist schwer zu überprüfen. Aber tatsächlich ist der Bahnhof in seinen Ausmaßen schon riesig, mit 8 unterirdischen und ebenso vielen oberirdischen Gleisen. Dazwischen riesige Hallen, insgesamt 5 Ebenen, und viele, viele Shops. Und damit die auch genug Besucher bekamen, wurde der ehemals wichtigste Bahnhof Westberlins, nämlich der Bahnhof Zoo, zum Regionalbahnhof ohne Halt für den ICE degradiert. Zum Entsetzen der Charlottenburger etc., die nun eine weitere Fahrt - gefühlt nirgendwo - vor sich hatten. Denn der neue Hauptbahnhof (einen hatte Berlin nie, nur Kopfbahnhöfe in alle Richtungen) lag nur an der Stadtbahn (die mal gebaut wurde, um die meisten Berliner Bahnhöfe zu verbinden). Die U-Bahn bekam nur einen Stummel bis zum Brandenburger Tor (der wird verlängert), und bei der S-Bahn wird noch immer unterirdisch gegraben.
0 Minute
9
Friedrichstraße
Eine der bekanntesten und längsten Straßen durch die Stadt Berlin: die Friedrichstraße. Von hier verläuft sie schnurgerade Richtung Süden bis nach Kreuzberg, wo sie am heutigen Mehringplatz – und damit am Halleschen Tor – endet. Sie hat ganz unterschiedliche Abschnitte, hier befindet sich das etwas schmuddelige nördliche Ende, das gerade aufgehübscht wird. Das Tacheles, das eigentlich an der Oranienburger Straße steht, reicht hier rüber, war es doch ursprünglich eine Einkaufsgalerie, bevor Kaufhäuser in Mode kamen. Heute ist es umgekehrt. Hier entsteht ein kleines neues Viertel auf einer Fläche, die einige Dörfer fassen könnte.
0 Minute
10
Bahnhof Berlin Friedrichstraße
Dieser Bahnhof war zu Mauerzeiten der einzige, von dem aus eine Weiterfahrt von Ost- nach West-Berlin möglich war, wie etwa für den damaligen Paris-Moskau-Express. Oder auch für Ausfahrten von Ostberlinern, dann allerdings ohne Rückfahrkarte. Weswegen dieser Bahnhof auch für abenteuerliche Fluchtversuche genutzt wurde, die allerdings nicht immer erfolgreich waren. Ansonsten war der gesamte Bahnhof durchzogen von Schlagbäumen und Zollkontrollstellen, mittendrin befanden sich Stasi-Beobachtungsspaziergänge – wer sich dafür und für mehr interessiert, findet das Original gleich nebenan nachgebaut im sogenannten Tränenpalast. Er hieß so, weil Ostberliner sich dort von ihren Angehörigen verabschieden mussten, und zwar oft für immer.
(Kann ausgelassen werden, wenn je nach Verkehrslage und Aufenthaltsdauer bei den vorherigen Sehenswürdigkeiten keine Zeit mehr übrig ist. Vor Ort kann jedoch zusätzliche Zeit dazugebucht werden.)
0 Minute
11
Unter den Linden
Dieser Prachtboulevard war der erste seiner Art in Berlin. Eigentlich als beschaulicher Reitweg angelegt, führte er vom Berliner Schloss nach Westen, durch das Brandenburger Tor in die Jagdgründe, den heutigen Zoo. Auch diese waren dem Kurfürsten persönlich und ausschließlich vorbehalten. Mit der Stadterweiterung nach Westen – Keimzelle war die Insel in der Spree und die östliche Seite, wo heute das Nikolaiviertel liegt – wurde der Jagdweg zu einem ansehnlichen Boulevard ausgebaut. Bei der Frage der Bepflanzung war man sich zwischen Nussbäumen und Linden nicht einig. Wie man heute sieht, setzten sich die Linden durch, ansonsten hieß die Straße heute Unter den Nüssen… Ursprünglich gesäumt von Adelspalästen, stehen hier heute bedeutende und markante Gebäude von der Staatsbibliothek über die Humboldt-Universität bis zur Staatsoper. Gemütlich sind nur die verbliebenen Cafés auf dem Mittelstreifen.
0 Minute
12
Russische Botschaft
Nach dem Krieg ließ die Sowjetunion hier die größte Auslandsvertretung Europas errichten. Ihre Größe sollte dokumentieren, wer hier im Zentrum Berlins das Sagen hatte, damals lagen die amerikanische, britische und französische Botschaft am Pariser Platz allesamt in Ruinen. Entgegen den von den Lindenschen Statuten, wonach alle Gebäude straßenbündig auszurichten waren, erlaubte sich dieser Palasttyp einen Innenhof. Er sollte Stalin in allem gefallen – doch leider ist nicht bekannt, ob er ihn je betreten, geschweige denn dort übernachtet hat. Es hätte wenigstens an nichts gefehlt, selbst für die angeschlossene Schule gibt es ja sowieso ein Schwimmbad und Ballsäle und so weiter. Aber Stalin war auch zeitlebens ein Paranoiker. Bis heute genutzt für die Nachfolgestaaten der UdSSR namens GUS.
0 Minute
13
Bebelplatz
Sogenannte Kommode (Königliche Hofbibliothek), St. Hedwigs-Kathedrale, Staatsoper, Humboldt-Universität bilden zusammen das Forum Fridericianum. Im heutigen Hotel Club de Rome waren SPD und KPD zwangsweise vereint. Daher passt vielleicht auch der Name August Bebel, der Gründer der SPD. Ansonsten hieß der Platz früher einfach Opernplatz, was auch besser passen würde. In der Mitte des Platzes, man kann ihn, sofern sich dort nicht gerade ein Menschenauflauf befindet, bequem überqueren, befindet sich ein Glasfenster im Boden, das auf eine leere Bibliothek weist. Hier wurden am 10. Mai 1933 alle aus nationalsozialistischer Sicht ungeeigneten Bücher verbrannt. Mit der gegenüberliegenden Humboldt-Universität bildet der Platz ein schönes Karree, wie der Berliner sagt. Denn auch dieses Gebäude wurde als Palais errichtet, nämlich für den jüngeren Bruder Friedrichs II., Heinrich. Wenige Jahre nach seinem Tod diente es als Keimzelle der königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität, der heutigen Humboldt-Universität.
0 Minute
14
Neue Wache
Für viele war früher das Spektakel unter den Linden: die Wachablösung bei der neuen Wache, die Ostberliner Soldaten marschierten dann im Stechschritt hier auf und ab. Das ist längst vorbei, aber eigentlich beherbergte diese Wache die Schlosswache, zumindest einen kleinen Teil davon. Früher im Inneren eine Art ewige Flamme (eigentlich aus Glas, sieht aber bei Lichteinfall so aus), heute eine Pièta, eine vergrößerte Form der Skulptur von Käthe Kollwitz, die um ihren nach nur wenigen Wochen im Ersten Weltkrieg verstorbenen Sohn trauerte. Heute ein Ort der Trauer für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, deshalb oft staatsmännische Kranzniederlegungen hier, besonders nach dem Nationalen Gedenktag im November.
0 Minute
15
Gendarmenmarkt
Deutscher und Französischer Dom, Theater, Konzerthaus, dieser Platz wird von vielen zu Recht als der schönste Platz Berlins bezeichnet. Das heutige Konzerthaus (früher als Theater gebaut) wird hübsch eingerahmt von den beiden sog. Kuppeln. Nämlich dem Deutschen und dem Französischen Dom. Es sind allerdings weder Bischofssitze noch Kathedralen, sondern schlichte Versammlungshäuser, die Friedrich II. angeblich nach eigenem Entwurf mit einem kathedralenartigen Turm verschönern ließ. Die linke Kirche, der Deutsche Dom, wird nicht mehr als solche genutzt, sondern enthält ein Museum zur parlamentarischen Geschichte Deutschlands. Die rechte, der Französische Dom, wird noch von einer reformierten Gemeinde genutzt, die sonntags Gottesdienste auf Französisch hält. Dahinter ein kleines Hugenottenmuseum, denn diese Flüchtlinge waren es, die hier ihre Kirche bauen durften. Sie mussten nur weiter außerhalb in Moabit wohnen. Wiederaufgebaut zu DDR-Zeiten.
5 Minuten
16
Kronprinzenpalais
Dieses Gebäude und das benachbarte Kronprinzessinnenpalais werden oft übersehen – bei der Nennung all der riesigen Objekte Unter den Linden geraten sie schnell unter. Tatsächlich war ihr wichtigster Zweck das, was sich bereits im Namen verbirgt: Hier wurden nicht nur Kronprinzen und Kronprinzen geboren, sondern sie wuchsen auch hier auf und brachten sie nicht selten selbst zur Welt. Die beiden Paläste sind durch einen Gang miteinander verbunden. Da das Kronprinzessinnenpalais so nah an der Staatsoper liegt, wurde es oft als Operncafé genutzt, derzeit wird es als Ausstellungsraum genutzt. Das Kronprinzenpalais wird noch immer von der Verwaltung für den Wiederaufbau des Stadtschlosses/Humboldtforums genutzt.
0 Minute
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Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Hier sehen wir rechts ein Halteverbot, Poller und auch Polizisten mit Maschinenpistolen im Arm. Ein sicheres Zeichen für eine jüdische Einrichtung in Berlin, denn nicht ohne Grund werden diese Tag und Nacht bewacht. In der Fassade erkennt man maurische Stilelemente, gekrönt wird das Ganze von einer goldenen Kuppel. Leider wurde die Kirche selbst, die bis zu 3000 Gläubigen Platz bot, im Krieg zerstört. Das Vorderhaus, eine Art Eingangsportal, wurde zumindest in Ostzeiten wiederaufgebaut. Darin heute eine sehenswerte Ausstellung zum jüdischen Leben in Berlin. Aber Vorsicht, die Sicherheitsmaßnahmen am Eingang ähneln denen im Flughafen. Die Synagoge wurde als Ersatz für eine ältere Synagoge in der Nähe errichtet, zu einer Zeit, als Preußen den Juden gleiche Bürgerrechte bot und man die eigene Kultur stolz präsentieren wollte. Sogar der Eiserne Kanzler Bismarck erschien zur Einweihung 1866.
0 Minute
18
Deutsches Historisches Museum
Das Deutsche Historische Museum befindet sich im ehemaligen Zeughaus. Dieses enthält traditionell das „Spielzeug“ der Männer für den Kriegsfall, also Kriegsgeräte. Gerne auch solche, die vom Feind erbeutet wurden. In der Folge entwickelte sich daraus ein Kriegswaffenmuseum, zu DDR-Zeiten auch ein Militärhistorisches Museum. Nach der Wende beschloss man, hier ein zentrales Museum deutscher Geschichte einzurichten, nachdem dort, wo heute das Kanzleramt steht, bereits der Spatenstich gefallen war. Dann kam die Geschichte dazwischen... Das Haus selbst wurde nach der Wende komplett saniert, und besonders die Fresken außen und auch im Innenhof des Gebäudes lassen viele erschauern, denn es sind Nachbildungen von Totenmasken sterbender Krieger. Andreas Schlüter, der Erbauer des barocken Berliner Schlosses, zeichnete hier als Bildhauer.
0 Minute
19
Die Hackeschen Hoefe
Heute sind sie wie eine Keimzelle dieses besonders bei Touristen beliebten Viertels. Zu DDR-Zeiten verfallen und teilweise als Lagerhaus genutzt, wurde dieses Hofensemble nach der Wende als erstes wieder instand gesetzt und erstrahlt in seinem alten Jugendstilcharme. Die Höfe wurden 1908 als eine Art Vorzeigehofanlage angelegt. Hier sollten sich Leben und Arbeit vorbildlich vermischen, kleine Fabriken, Druckereien und Werkstätten boten Arbeit, und die Atrien waren groß genug und grün genug, dass man in den oberen Stockwerken auch wohnen konnte. Das alles kann man heute wieder in seiner ursprünglichen Pracht bewundern, wobei die Werkstätten durch Geschäfte mit ausgewählten, teilweise selbst hergestellten Waren ersetzt wurden. Auch die KPM (Königliche Porzellan Manufaktur) stellt hier ihr Porzellan aus, und im selben Hof findet man auch die Produkte der berühmten Ostberliner Ampelmännchen.
10 Minuten
20
Humboldt-Forum
Hier war über Jahrzehnte einfach nichts, ein großer Parkplatz, mal zum Feiern und Rummeln genutzt. Über Jahrhunderte stand hier das Berliner Schloss der Berliner Kurfürsten, später Könige, später Kaiser. Im Krieg ausgebrannt und nicht erloschen, war seine Silhouette dennoch ungebrochen und wurde nach dem Krieg teilweise auch im Inneren genutzt, etwa für Ausstellungen, wie es mit Berlin nach dem Krieg weitergehen soll. Trotzdem ließen es die Ostberliner Herren monatelang sprengen, trotz aller Kritik aus dem In- und Ausland, weil es eine Ikone des norddeutschen Barocks darstellte. Vor dem Abriss detailliert fotografisch dokumentiert, erlaubt es nun eine äußerlich präzise Rekonstruktion, und auch der Innenhof des Schlüters wird detailgetreu rekonstruiert. In dem sonst modernen Betonbau sollen allerdings die außereuropäischen Kunstsammlungen und die der Humboldt-Universität untergebracht werden. Eröffnung als Humboldt Forum 2021/2022. Ein Highlight ist die Dachterrasse.
20 Minuten
21
Rotes Rathaus
Das Rote Rathaus heißt laut Parteibuch des Regierenden Bürgermeisters nicht so, dieses hat in Berlin dieselbe Funktion wie in anderen Ländern der Ministerpräsident. Aber natürlich wegen der roten Backsteine. Zu Ostberliner Zeiten saß hier auch der Ostberliner Magistrat (übrigens mit Oberbürgermeister, wie bis 1945 in ganz Berlin üblich) und der Westberliner Herrscher saß im Schöneberger Rathaus. Im neugotischen Stil erbaut, kann man es auch kostenlos besichtigen, zumindest einige interessante Räume, darunter einen Raum mit vielen Gipsabdrücken bekannter Statuen. In den 1870er Jahren errichtet, wurde es natürlich bald zu klein und deshalb baute man schräg dahinter das sogenannte Stadthaus mit einer aufragenden Kuppel. Das älteste Rathaus Berlins stand unweit von hier auf der damals sogenannten Langen Brücke, der heutigen Rathausbrücke, in der Mitte als Verbindung zweier Städte, nämlich Berlin und Cölln.
0 Minute
22
Nikolaiviertel
Empfehlenswerte Tour mit Nikolaikirche, Knoblauchhaus und vielem mehr. Hier erlebt man das alte Berlin, zumindest stimmen die Kulissen, denn genau das war die Absicht des erklärten Wiederaufbaus in den Achtzigerjahren (also noch zu DDR-Zeiten), als es hier in Wahrheit nur drei Häuser gab, und nur die Mauern der Nikolaikirche ohne Dach und Turm. Zudem sollten auf dieser winzigen Fläche 2000 Wohnungen untergebracht werden, eine Meisterleistung des Architekten. Wir nähern uns von außen in berlintypischer Höhe und zoomen gleichsam in ein immer älter werdendes, fast barockes Berlin hinein. Mit Abschluss die Nikolaikirche, die älteste Berlins, heute Stadtmuseum. In unmittelbarer Nähe steht das originale Knoblauchhaus, im schönsten Biedermeierstil eingerichtet und zeigt zudem kostenlos das Familienleben einer Tuchmacherfamilie. Zudem locken typische Berliner Restaurants mit Blick auf die Spree, mittendrin der St. Georg, wie er den Drachen tötet.
10 Minuten
23
Tiergarten
Früher ein kurfürstliches Jagdrevier, und weil es auch einen Zaun darum gab, damit die Tiere nicht weglaufen konnten (und umgekehrt die Bauern aus den umliegenden Dörfern sie nicht jagen konnten), hatte es bald seinen Namen: Zoo. Doch Friedrich II., später der Große genannt, mochte die Jagd nicht, verbannte den Zaun und erlaubte den Berlinern erstmals, das private königliche Jagdrevier zu betreten. Ganz seiner Zeit entsprechend ließ er einen Teil davon zu einem Barockgarten umgestalten. Spätere Könige bevorzugten den englischen Landschaftsgarten, und hier tat sich der preußische Architekt und Gärtner Peter Lenné hervor. Er ließ den Schafgraben zum Landwehrkanal ausbauen, entwässerte so den sumpfigen Teil des Zoos und schuf Landschaften, Seen und Sichtachsen. Das ist im Grunde bis heute so geblieben, nur der Zweite Weltkrieg hatte verheerende Auswirkungen. Bald standen fast keine Bäume mehr aufrecht, und vor dem Reichstag wurden Kartoffeln angebaut. Doch dann kam die Wiederaufforstung mit alliierter Hilfe.
0 Minute
24
Siegessäule
Ursprünglich vor dem Reichstag aufgestellt, war sie um einiges kürzer, unsere Siegessäule. Sie enthielt nur 3 Trommeln, auf denen vergoldete Kanonen standen, die die Gegner erbeutet hatten: Dänen, Österreicher und Franzosen in den sogenannten deutschen Einigungskriegen, an deren Ende im Schloss Versailles das Deutsche Reich ausgerufen wurde. Kein Wunder, dass vor allem die Franzosen erzürnt waren und das Ding nach dem Krieg am liebsten gesprengt hätten. Doch die Briten lehnten ab, sie lagen in ihrem Besatzungssektor. Und sie ließen auch den Wald drumherum aufforsten. Die Siegessäule wurde von Hitler hierher verfrachtet, den sie beim Bau seiner riesigen Volkshalle zwischen Reichstag und heutigem Hauptbahnhof störte. Dann erhöhte er sie gleich um eine weitere Trommel, für den nächsten Sieg – doch wie wir wissen, kam es Gott sei Dank nicht so.
0 Minute
25
Nordische Botschaften – Wohngemeinschaft
Hier sehen wir ein großes grünes Band, das eigentlich nicht grün, sondern kupferfarben aussehen sollte. Aber wenn man es künstlich "altert", wie hier geschehen, hat es für manchen den Eindruck von DDR-Plastik. Dahinter jedenfalls, in schicken Holzbauten, einzeln und doch verbunden (auch durch eine gemeinsame Kantine, beliefert von einem norwegischen Edelrestaurant in Schöneberg): die 5 nordischen Botschaften. 5? Ja, das kleine Island vergisst man gern.
0 Minute
26
Schloss Bellevue
Heute Sitz des Bundespräsidenten, wurde das kleine Schloss für den jüngsten Bruder Friedrichs II. erbaut: August Ferdinand. Und weil man von dort aus einen schönen Blick auf das deutlich größere Schloss Charlottenburg (und zeitweise Sitz Fr. II.) hatte, erhielt es auch seinen Namen. Die Sehenswürdigkeit ist längst verschwunden, nach dem Krieg war es ziemlich ramponiert und wurde für die gelegentliche Anwesenheit des westdeutschen Bundespräsidenten in Berlin einigermaßen restauriert. Was immer zu Protesten aus Ostberlin führte, da man Westberlin als neutralen Block zwischen den beiden deutschen Staaten betrachtete. Zwar hatte man selbst schon einen Präsidenten im Schloss Schönhausen untergebracht (Otto Grotewohl). Aber es war Roman Herzog, der erste Bundespräsident nach der Wiedervereinigung, der zwar wirklich im Schloss wohnte, es aber eher klein, kalt und unpraktisch fand. Also wurde es als einziger Berliner Dienstsitz – neben der Villa Hammerschmidt in Bonn – noch einmal komplett umgebaut.
0 Minute
27
Zoo Berlin
Dieser Zoo ist nicht nur einer der ältesten in Deutschland, er hat auch den größten Tier- und Artenbestand (rund 16.000 Tiere von 1.600 verschiedenen Arten). Die Gründung geht auf König Friedrich Wilhelm IV. zurück, der mit dem Tierbestand seiner Vorgänger auf der Pfaueninsel (von Pfauen über Bären bis hin zu anderen seltenen Tieren) nicht viel anfangen konnte. Also ließ er die Tiere in die Nähe Berlins umsiedeln und opferte dafür einen Teil seines privaten Jagdreviers, den Zoo. Auch die Gebäude wurden in der Art und Weise der jeweiligen Herkunftsländer der Tiere errichtet, was trotz der Kriegsschäden noch immer schön anzusehen ist. Natürlich hat Berlin auch noch einen zweiten Zoo, das ist aber, bedingt durch die Teilung der Stadt, der Zoo rund um Schloss Friedrichsfelde. Heute gehören beide zusammen. Von außen fallen vor allem das große Elefantentor mit dem dahinterliegenden Affengehege und das Löwentor am Bahnhof Zoo auf.
0 Minute
28
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Hier nochmal die Gedächtniskirche, diesmal von der anderen Seite. Auch der Neubau ist einen Besuch wert, nicht nur, dass durch die vielen tausend eigens in Frankreich gefertigten Glassteine alles in einem geheimnisvollen blauen Licht erscheint. Auch drinnen ist es erstaunlich leise, wenn man den Lärm dieses sehr überfüllten Ortes bedenkt. Das liegt an der Spezialkonstruktion aus Doppelwand mit 2 m schalldämmender Luft dazwischen. Leider ist die Betonkonstruktion sehr fragil, da sie fragil und allen Verkehrsemissionen ausgesetzt ist. Deshalb steht eines der Gebäude selten ohne Gerüst. Gleich dahinter der Turm des Europa-Centers, zusammen mit dem Flachbau das älteste Einkaufszentrum Berlins, vor kurzem 50 Jahre alt. Ursprünglich sogar mit einer Eislaufbahn in der Mitte, die aber später der Platzoptimierung geopfert wurde. Berlin ist mittlerweile bundesweite Mall-Hauptstadt: Wir haben bereits mehr als 70 und weitere sind in Planung.
0 Minute
29
Hotel am Steinplatz, Autograph Collection
Wir kehren hier um, da der Weiterweg zum Schloss Charlottenburg zu weit wäre (oder auf Kosten anderer Highlights gehen müsste). Das wunderschön restaurierte Jugendstilgebäude hat nach dem 2. Weltkrieg eine besondere Anekdote…
0 Minute
30
Kurfürstendamm
Hier bekommen wir einen kleinen Eindruck vom westlichen Prachtboulevard. In Wirklichkeit ist er viel länger, fast 5 km bis Halensee. Errichtet nach dem Vorbild der Champs Élysées in Paris, auf denen Bismarck nach dem deutschen Sieg über Frankreich großen Eindruck gemacht hatte (sogar die Kandelaber erinnern daran). Nur wird er heute nicht mehr von prachtvollen Villen geziert, nicht einmal von Vergnügungslokalen, Cafés und vielen Kinos, wie zu Zeiten von George Grosz und Erich Kästner, sondern ist zu einer Einkaufsmeile mutiert mit schicken Boutiquen (weiter westlich findet man hier alles von Versace über Bulgari und Dolce Gabbana) und modernen Flagship-Stores wie hier von Apple und Tesla. Die Folge ist, dass der schicke Boulevard nachts mittlerweile einsam und verlassen ist.
0 Minute
31
Uhlandstraße
Hier machen wir einen Schwenk über die Kantstraße (die in ihrem längeren Verlauf in ein interessantes Chinaviertel übergeht, geht zurück auf die Studenten aus der Kaiserzeit an der Technischen Universität) zum berühmten Kurfürstendamm, in Berlin liebevoll ironisch zum Ku’damm abgekürzt.
(Kann bei fehlender Zeit je nach Verkehrslage und Verweildauer an den vorherigen Sehenswürdigkeiten ausgelassen werden. Zusätzliche Zeit kann jedoch vor Ort dazugebucht werden.)
0 Minute
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Kaufhaus des Westens (KaDeWe)
Nach dem Breitscheidplatz erreichen wir den Tauentzien, benannt nach einem Feldherrn aus dem Kampf gegen Napoleon, wie alle anderen Straßen geradeaus. Von vielen als Fortsetzung oder Beginn des Ku’damms wahrgenommen; aus einer Laune der Geschichte fehlen dem Ku’damm tatsächlich 9 Hausnummern. Auch flankiert von vielen Geschäften, aber meist solchen mit bezahlbaren Preisen. Mal abgesehen vom Edelkaufhaus am Ende der Straße, dem KaDeWe, mit seinen 60.000 m² größtem Einzelkaufhaus Kontinentaleuropas. Dort gibt es allen erdenklichen Luxus, vor allem oben in der Gourmetetage, vom Champagner schlürfen bis Austern essen, feinste Schokoladensorten und noch mehr Brot- und Käsesorten wird dort alles angeboten, was das Herz begehrt. Von manchen noch immer als „Fressetage“ verunglimpft… Unbedingt besuchen!
0 Minute
33
Wittenberg-platz
Es war mal der schönste Platz, zumindest in West-Berlin. Angesichts der eher unscheinbaren 50er-Jahre-Bebauung ist davon nicht mehr viel übrig, aber in der Mitte ragt noch der U-Bahnhof heraus, gekrönt von einem wirklich schönen Gebäude. Mehrere Linien kreuzen sich hier, so dass man sich Anfang des 20. Jahrhunderts dazu entschloss, sie mit einem gemeinsamen Bahnhof zu verbinden. Trotzdem kann die Berliner U-Bahn natürlich einem Vergleich mit der Moskauer beispielsweise nicht standhalten, sie ist wirklich alt (nicht ganz so alt wie die Londoner, aber in etwa so wie die aus Paris). Und vom Nollendorfplatz kommend verschwindet hier die ehemalige Arbeiterbahn unter der Erde. Dass eine stinkende Bahn (damals noch) an den schönen Villen vorbeischnaufte, wollte sich die ehemals unabhängige und sehr wohlhabende Stadt Charlottenburg nicht antun. Wie sie wieder nach oben Richtung Nollendorfplatz (und das war Schöneberg bzw. Berlin) kam, werden wir gleich sehen.
0 Minute
34
Breitscheidplatz
Diesen Namen können sich nicht mehr so viele merken, er geht auf einen SPD-Politiker zurück, der sich sehr für Arbeiter engagierte. Deutlich bekannter ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die wir uns später noch einmal von der anderen Seite ansehen werden. Viele glauben, der Name beziehe sich auf die Erinnerung an den Krieg, gemeint ist aber Wilhelm I., dem sein Enkel und seine Hohenzollernfamilie ein Denkmal errichteten. Daher ähneln alle Gesichter der Heiligen Familie und der Jünger im Eingang des erhaltenen Portals ein wenig den preußischen Königen und Kaisern. Ursprünglich war geplant, den kriegszerstörten Ort komplett zu räumen, einschließlich der Reste der Kirche. Dagegen gab es Widerstand, so dass zumindest der Turm und das Westportal erhalten blieben. Der Kirchturm und der eigentliche Kirchensaal wurden außen herum im modernen Stil nach Entwürfen von Egon Eiermann errichtet. Von den Berlinern angeblich Lippenstift und Puderdose genannt.
0 Minute
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Landwehrkanal
Neben der Spree bietet der Landwehrkanal eine gute Orientierung in der Stadt. Generell ist Berlin sehr viel am und auf dem Wasser gebaut, das Grundwasser liegt nur 80 cm unter uns. Doch im Laufe der Jahrhunderte wurde alles aufgestaut, trockengelegt und in Kanäle gesteckt. Der Große Kurfürst holte hierfür holländische Fachleute ins Land, und so ist Berlin heute von 200 km Wasserstraßen durchzogen. Eine davon ist der Landwehrkanal, erdacht und geplant von Peter Joseph Lenné, dem bekannten Landschaftsarchitekten. Er hatte mehrere Funktionen: Abkürzung für die mäandernde Spree, Frachtschifffahrt durch die neuen Vororte Berlins, die die nötigen Ziegel und Baumstämme mitbrachten, und auch Entwässerung des sumpfigen Umlandes, sei es im heutigen Kreuzberg oder im Tiergarten. Wer die Möglichkeit hat, eine Bootstour zu machen, wird feststellen, dass sich fast alle Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus betrachten lassen. Wie hier das Verteidigungsministerium.
0 Minute
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Nollendorfplatz
Besonders auffällig: wie die U-Bahn aus dem Untergrund auftaucht oder in ihm verschwindet, je nachdem von welcher Seite man kommt. 1902 errichtet, entschied man sich für die günstigere oberirdische Bauweise als sich in den sumpfigen Berliner Untergrund zu graben. Finanzsorgen hatte Berlin immer, nicht die damals noch unabhängige reiche Stadt Charlottenburg. Sie verbannte das hechelnde Monster in den Untergrund. Zwischen Bülowbogen im Osten und Nollendorfplatz im Westen waren schon immer Menschen jeden Geschlechts unterwegs, wie man damals sagte. Schon zu Kaisers Zeiten gab es schwule „Bad Boy Bälle“ (von Mitternacht bis 6 Uhr morgens, so wie in der Clubkultur heute) und lesbische „Flure“, auf denen getanzt wurde. Über alle Schichten hinweg, damals ein Novum. Bis heute gibt es zwischen Nollendorfplatz/Motzstr. und Wittenbergplatz/Fuggerstr. das größte Schwulenviertel Europas.
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Kulturforum
Einst als Pendant zur Museumsinsel gebaut, nicht als Kontrast; so die Planungen in den 50er Jahren, als man noch glaubte, die Stadthälften würden bald wiedervereinigt. Dann aber entstanden hier Bauten wie Philharmonie (mit Kammermusiksaal), Neue Staatsbibliothek und Neue Nationalgalerie, die mehr waren als bloße Ergänzungen zu den älteren Bauten in der Osthälfte. Neben weiteren Museen wie dem Kunstgewerbemuseum und dem für Musikinstrumente entstand in den 1990er Jahren die hervorragend konzipierte und ausgestattete Gemäldegalerie. Hier finden sich sämtliche alten Meister von Tiziano über Caravaggio bis Rembrandt. Nur schwer zu finden ist sie hinter der seltsam schiefen Piazetta. Auch die soll nun von einem Neubau überdeckt werden, der die moderne Kunst des 20. Jahrhunderts beherbergen soll. Geplant von den Schweizer Toparchitekten Herzog & De Meuron, erinnert das Äußere eher an eine Scheune, und wie eh und je ist die Stadt darüber sehr gespalten.
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Bendlerblock
Hier war das OHA, das Oberkommando des Heeres (Amt) der Hilter Wehrmacht, schließlich mussten alle ihren Eid auf diesen Mann schwören. Das schöne Gebäude gegenüber dem Kanal wurde eigentlich kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Reichsmarineamt erbaut. Später erweitert und durch viele Höfe ergänzt. Im ersten Hinterhof wurde Claus Schenk Graf von Stauffenberg neben 3 Getreuen erschossen, nachdem sein Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 gescheitert war. Heute befindet sich hier die Außenstelle des Verteidigungsministeriums (BMVe), die Zentrale befindet sich noch immer auf der Hardthöhe in Bonn. Hält sich der Minister dort oft auf? Das gegenüberliegende Gebäude, das sogenannte Shell-Gebäude (nach einer Tankstelle) ist jedenfalls mittlerweile auch an das BMVe vermietet worden, und so entwickelt sich die Rutschpartie Berlin – Bonn zum Nachteil der ehemaligen deutschen Hauptstadt. Das Haus wurde inzwischen in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt, eine Stahl- und Betonkonstruktion von einem Bauhausarchitekten.
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Neue Nationalgalerie
Dieses architektonische Highlight sollten Sie sich nicht entgehen lassen: Ein selbsttragendes Metalldach auf einem sonst gläsernen Gebäude – ohne Säulen im Inneren. Sie stehen außen. Ein wahrhaft mutiger Entwurf des nach Chicago emigrierten jüdisch-deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Nur eines ist merkwürdig in der großen Ausstellungshalle: keine Wände! Wie zeigt man die überwiegend Gemälde aus dem 20. Jahrhundert? Ganz einfach, im Untergeschoss. Oben finden wechselnde Ausstellungen statt. Und man stellt Holzpaneele auf… Warum hat Mies die Wände weggelassen? Die Nationalgalerie wurde 1969 posthum aus einer Kritzelei errichtet, die er verfasst hatte – vermutlich war sie für Herrn Barcadis Privatvilla in Kuba bestimmt. Doch mit Privatvillen in Kuba war es spätestens nach 1962 nach Castros Revolution vorbei… Die Darmstädter wollten dieses Gebäude übrigens nicht. Seitdem ist es eine Ikone des modernen Berlin am Kulturforum.
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Sony Center
Für viele bis heute ein architektonisches Highlight: das Sony Center am Potsdamer Platz. Neben Daimler-Chrysler (damals, heute wieder Mercedes-Benz) der andere Großinvestor am heruntergekommenen Ort. Die gewagte Glas- und Stahlkonstruktion stammt vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Überspannt werden die Gebäude von einem Schrägdach, das zu schweben scheint und an Fujiyama in Japan erinnert. Nur eines hatte man bei der Planung übersehen: den denkmalgeschützten Flügel des alten Hotels Esplanade. Er hatte die Bombardierungen der Terroristen überstanden und in seinen Sälen (Frühstücksraum und Raucherzimmer mit einem Gemälde des Kaisers) wurden Feste gefeiert. In einem aufwendigen Verfahren wurde das Gebäude dann 75 m nach Osten verschoben, mit 10 Stockwerken überdacht – und der Ballsaal nach außen gestellt. Heute kann er wieder für Festlichkeiten gemietet werden.
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Abgeordnetenhaus Berlin
Auf diesem kleinen Platz – der keinen eigenen Namen hat – stehen, wie so oft in Berlin, Gebäude und Bauwerke aus vier Epochen der jüngeren Geschichte. Oder deren Reste. Kommt man vom Potsdamer Platz, entlang der Spur der ehemaligen Mauer, begrüßen einen zwei Bauten aus der Gründerzeit, also aus der Zeit des Deutschen Kaiserreichs (1871-1918), der Gropius-Bau und das heutige Berliner Abgeordnetenhaus. Berlin ist ein (gar nicht so kleiner) Stadtstaat mit einem Parlament. Schon früher war es ein Parlament, nämlich der Preußische Landtag (genau genommen bestand dieser aus dem Herrenhaus an der Leipziger Str., heute Sitz des Bundesrates, und dem Unterhaus). Der Landtag wurde in seiner wechselvollen Geschichte auch als Offizierskasino (gleich nebenan liegt Görings Reichsluftwaffenamt, als überdimensionierte Nazi-Hochburg) und als sozialistisches Planungsbüro genutzt. Und vor uns liegt ein Mauerrest, dahinter das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors.
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Gropius Bau
Es war einst ein Kunsthandwerksmuseum, erbaut von Martin Gropius, einem Großonkel des späteren Bauhausarchitekten Walter Gropius. Im Krieg stark mitgenommen, lag es in Ruinen auf der Kreuzberger Seite der Mauer. Dann restauriert, wird es heute für große, meist von der Lotto-Stiftung finanzierte Ausstellungen zu interessanten Themen (von der untergegangenen Alexandria bis David Bowie) genutzt. Der Eingang lag zunächst auf der anderen Seite, weil er so nah an der Mauer die östlichen Grenzsoldaten provoziert hätte. Die ramponierten Skulpturen am heutigen Eingang zeugen noch heute von der Zeit des Verfalls.
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Topographie des Terrors
Südlich der Mauerreste gelegen befindet sich heute eine Ausgrabungsstätte mit Infohalle. In den 80er Jahren gab es hier Hänge und Gestrüpp, und Hosenträger Harry (nannte sich so), ein West-Berliner Unikat, ließ Berliner ohne Führerschein durch die Wildnis fahren. Bis eine Dozentin und ihr Student anfingen, in der NS-Geschichte Berlins auszugraben. Sie fanden Reste der Keller, in denen die NS-Sicherheitsorgane (SS, Gestapo, Polizei etc.) unliebsame Zeitgenossen (Kommunisten, Sozialdemokraten, Sinti, Roma, Schwule...) verhörten und misshandelten... sie planten hier ihre Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aufgezeichnet und ausgestellt in der sog. Topographie des Terrors (Freilichtmuseum und Infohalle).
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Niederkirchnerstraße
Hier noch ein letzter, kurzer aber originaler Mauerrest, mitten in der Innenstadt. Mauerspechte taten hier ihr Übriges, weshalb die „Antifaschistische Schutzmauer“ hier sehr durchlöchert ist und nicht sehr bedrohlich wirkt. Die Ostherrscher fühlten sich hier so sicher, dass sie auf den sonst üblichen Todesstreifen verzichteten. Schließlich saßen im Nachbarhaus der Ministerien (heute Finanzministerium) und des Planungsamtes (heute Abgeordnetenhaus) nur überzeugte Parteisoldaten, dachte man. Und dann gab es noch einen spektakulären Fluchtversuch per Seilbahn vom ehemaligen Luftwaffengebäude (in den 30er Jahren für Hermann Göring gebaut) rüber in den Westen. Es gelang ihnen, mit Frau und Baby zu fliehen, beobachtet von der Stasi, die nicht eingriff. Im Irrglauben, es könne sich nur um eine sowjetische Übung handeln. Bei einem kurzen Stopp erlebt man die Mauer hautnah und bekommt einen Einblick in die Topographie des Terrors.
(Stopp kann bei Stopp CPC ausgelassen werden)
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Checkpoint Charlie
Das war der Kontrollpunkt der Alliierten. Charly (C), denn nach dem amerikanischen Alphabet lagen die beiden anderen in Helmstedt (A wie Alpha) und Drei-Linden (B wie Bravo). Und als alliierte Kontrolltruppe durfte man hier durchfahren, ohne von der sowjetischen Besatzungsmacht oder ihren ostdeutschen Schergen kontrolliert zu werden. Als man es im Oktober 1961, kurz nach dem Mauerbau, anders handhaben wollte, war die Bedrohung groß: Auf beiden Seiten fuhren jeweils 8 Panzer vor, ein Fingerabdruck vom 3. Weltkrieg entfernt. Weswegen diese Ereignisse die ganze Welt betroffen hätten. So ist es nicht verwunderlich, dass Reisende aus aller Welt sich hier umschauen – und nicht mehr viel sehen. Ein nachgebautes Wachhäuschen aus den 50er Jahren, die Originale aus den 80er Jahren stehen im AlliiertenMuseum. Ein temporäres Museum des Kalten Krieges, auf einem noch immer verlassenen Gelände. Und das privat geführte Mauermuseum, mit einer Sammlung von Kuriositäten rund um Fluchtversuche. (Halt kann weggelassen werden, wenn bereits an der Mauer Halt gemacht wird)
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Alexanderplatz
Vom Alexanderplatz reden heutzutage alle – es wäre auch merkwürdig, vom Ochsenplatz zu sprechen, selbst wenn das der ursprüngliche Name war, wahrscheinlich, weil man hier so gehandelt hat. Eigentlich außerhalb der ältesten Stadtmauern gelegen, war er eine östliche Erweiterung samt Marienkirche. Der Ursprung des Platzes ist tatsächlich dort zu finden, wo heute der Vorplatz vor der Galleria Kaufhof ist. Zu DDR-Zeiten wollte man hier im Sinne eines russischen Prospekts eine sozialistische Umgestaltung: mit viel Platz für alle Aufmarschierenden, am besten inklusive Panzer und anderer Waffengattungen, umgeben von modernen Gebäuden, die irgendwie für die Modernität des Sozialismus standen, vom Haus des Tourismus über das Haus der Elektrotechnik bis hin zum Haus des Lehrers. Und mittendrin der Fernsehturm, bis heute der höchste Deutschlands, als Beleg sozialistischer Ingenieurs- und Architekturkunst. (Kann je nach Dauer weggelassen werden.)
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East Side Gallery
Das längste noch erhaltene Stück der Berliner Mauer (1600 m), und eigentlich gar keine richtige „Vordermauer“. Denn die bunt beschmierte Mauer, die Westberliner anfassen durften, hätte theoretisch auf der anderen Flussseite liegen müssen. Das konnte man sich hier aber sparen, dafür gab es eine Hinterlandmauer, die hier der Berliner Mauer bis aufs i-Tüpfelchen ähnelt (3,60, hoch, oben der Abwasserrohrring, damit man nicht hochspringen kann). Ursprünglich streng bewacht und schneeweiß, wurde sie nach der Wiedervereinigung 1990 von 180 Künstlern aus aller Welt mit aktuellen Motiven bemalt: der Trabbi, der durch die Mauer fährt, der Breschnew-Honecker-Kuss. Inzwischen mehrfach erneuert, nagt der Zahn der Zeit an diesem Geschichtsmonster.
(Kann bei fehlender Zeit je nach Verkehrslage und Aufenthaltsdauer bei den vorherigen Attraktionen ausgelassen werden. Zusätzliche Zeit kann jedoch vor Ort gebucht werden.)
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Oberbaumbrücke
Fast schon ein Wahrzeichen Berlins, und wenn nicht dann wenigstens des Doppelbezirks Friedrichshain-Kreuzberg, dieses Ost-West-Bezirks, den nur diese Brücke verbindet. Markiert durch die beiden mittelalterlichen Türme, war er einst die Stadtgrenze nach Osten: Der sogenannte Oberbaum (am Oberlauf der Spree) schwamm im Wasser, um nachts die Durchfahrt von Schiffen zu verhindern. Denn er war auch Zollgrenze, wie man an den Wappen auf den Türmen gut erkennen kann: links der Brandenburger Adler, rechts der Berliner Bär. Heute eine beliebte Verbindung auf der Partymeile vom Schlesischen Tor zur Warschauer Straße mit dem RAW-Gelände (Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk). Da ist immer was los. Im ersten Stock verläuft übrigens versteckt hinter Zinnen die U-Bahn, dann Auto- und Fahrradverkehr, unten Schifffahrt.
(Kann bei fehlender Zeit je nach Verkehrslage und Aufenthaltsdauer bei den vorherigen Attraktionen weggelassen werden. Zusätzliche Zeit kann aber vor Ort gebucht werden.)
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Oranienstraße
Kaum vorstellbar, wie es hier aussehen würde, wenn die Pläne der Straßenplaner aus den 60er Jahren verwirklicht worden wären: Eine breite Autobahntrasse würde durch die Stadt führen, vor uns läge ein Autobahnkreuz am Oranienplatz. Hübsche Altbauten, kleine Restaurants und trendige Läden, die heute die Straße säumen, wären verschwunden. Zusammen mit der alternativen Kultur, die Kreuzberg heute noch prägt und sein Flair ausmacht. Obwohl schon lange gentrifiziert, hat es die höchsten Mietsteigerungsraten Berlins.
(Kann ausgelassen werden, wenn je nach Verkehrslage und Verweildauer bei den vorherigen Attraktionen keine Zeit mehr übrig ist. Zusätzliche Zeit kann jedoch vor Ort gebucht werden.)
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Karl-Marx-Allee
Auf beiden Seiten erleben Sie die „Zuckerfabrikbauten“ der ehemaligen Stalin-Allee. Die nach dem Tod des Diktators umbenannten sogenannten Arbeiterpaläste waren auch umstritten: Nach Zielerhöhung und Lohnkürzungen zogen die Arbeiter in das Haus der Ministerien (heute Finanzministerium) an der Wilhelmstraße. Dies gipfelte im Aufstand vom 17. Juni 1953, der von den DDR-Behörden mit sowjetischen Panzern brutal niedergeschlagen wurde. Heute sind die stalinistischen Bauten saniert und bilden die längste Denkmalmeile Deutschlands. (Kann bei fehlender Zeit je nach Verkehrslage und Aufenthaltsdauer an den vorherigen Sehenswürdigkeiten ausgelassen werden. Zusätzliche Zeit kann jedoch vor Ort gebucht werden.)