Deutsch-Brasilianische Gemeinde e.V.
Treffen Sie Ihren Guide vor der Marktkirche, der wichtigsten lutherischen Kirche Hannovers. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und gilt als eines der bekanntesten Beispiele der norddeutschen Backsteingotik. Ihr hoher Westturm wurde 1943 bei einem Luftangriff teilweise zerstört und später restauriert. Er war ein Symbol für die Macht und den Reichtum der Bürger der Stadt und stellt noch heute ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt dar.
Bewundern Sie das Alte Rathaus, das in etwa 100 Jahren mit romanischen Stileinflüssen und neugotischer Architektur erbaut wurde. Hören Sie Ihrem Guide zu, während er Ihnen die Porträts der Fürsten und Wappen auf den Wandgemälden des Gebäudes erklärt.
In der Nähe können Sie ein weiteres Wahrzeichen sehen, das Ballhofgebäude, das früher eine Sporthalle war, in der Ballspiele vor Wind und Regen geschützt waren. Es wurde auch als Versammlungshalle und später als Theater genutzt. Gehen Sie weiter durch die verwinkelten Gassen bis zur Kreuzkirche, der ältesten Kirche Hannovers aus dem Jahr 1333. Wie die meisten Teile der Altstadt wurde sie im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut.
Setzen Sie Ihren Spaziergang fort, bis Sie zum Oskar-Winter-Brunnen kommen, einem örtlichen Brunnen mit einer faszinierenden Geschichte. Die Legende besagt, dass ein Wunsch in Erfüllung geht, wenn man den kleinen Messingring dreht, der in das Eisenwerk eingelassen ist. Hinter dem Brunnen sehen Sie das Leibniz-Haus, den Ort, an dem der Mathematiker und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) lebte.
Kommen wir zu unserem nächsten Highlight, der Ägidienkirche, einer Erinnerung an die Schrecken des Krieges. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nie repariert oder wiederaufgebaut. In den Ruinen können Sie die Friedensglocke sehen, die von der Stadt Hiroshima gespendet wurde. Jedes Jahr am 6. August um 8:15 Uhr kommt eine Delegation aus Hiroshima, um die Glocke zu läuten und der Opfer des Luftangriffs zu gedenken.
Wir setzen Ihren Spaziergang zur letzten Touristenattraktion fort, dem Neuen Rathaus. Als das Neue Rathaus von Kaiser Wilhelm II. eröffnet wurde, verkündete der Stadtdirektor: „Zehn Millionen Mark, Eure Majestät – und alles in bar bezahlt“.
Wenn Sie das Rathaus besuchen, werden Sie genau verstehen, warum die Kosten so hoch waren. Fahren Sie mit dem geschwungenen Aufzug, dem einzigen seiner Art in Europa, die 98 m bis zur Spitze hinauf. In seiner grünen Kuppel erwartet Sie ein atemberaubender Blick auf die Stadt und, wenn Sie Glück haben, auf das Harzgebirge.