Kathedrale von Evora
Die größte mittelalterliche Kathedrale Portugals.
Die Kathedrale von Évora ist eine befestigte Kirche mit gotischen Elementen und die größte Kathedrale Portugals. Sie wurde 1186 begonnen, 1204 geweiht und sofort als einer der Haupttempel des Marienkults genutzt. Sie wurde erst 1250 fertiggestellt. Sie ist ein Denkmal, das den Übergang vom romanischen zum gotischen Stil zeigt, wobei später Renaissance- und Barockanbauten hinzugefügt wurden.
Die Fassade wird von zwei Türmen flankiert, beide aus dem Mittelalter, wobei die Glocken im Südturm untergebracht sind. Der Nordturm beherbergt eine Reihe wertvoller Schätze des Museums für Sakrale Kunst; einige einzigartige, unbezahlbare Stücke, wie das Bild der Jungfrau des Paradieses, eine Figur der Jungfrau mit Kind, die sich aus dem Schoß öffnet und ein Altarbild mit verschiedenen Szenen der Geburt und Passion darstellt. Die bemerkenswerte zentrale Kuppel, die Ende des 13. Jahrhunderts während der Herrschaft von König Dinis erbaut wurde, ist das wahre Highlight der Kathedrale. Der Hauptportikus ist eines der eindrucksvollsten gotischen Portale Portugals und enthält meisterhafte Skulpturen der Apostel, die im 14. Jahrhundert von Meister Pêro, einem führenden Namen der nationalen gotischen Bildhauerei, angefertigt wurden. Neben dem Hauptportikus gibt es zwei weitere Eingänge: die nach Süden ausgerichtete Porta do Sol mit gotischen Bögen und das Nordtor, das im Barock umgebaut wurde.
Der Innenraum ist in drei Schiffe unterteilt, die etwa 80 Meter lang sind. Im Mittelschiff befindet sich der Altar Unserer Lieben Frau vom Engel (lokal bekannt als Nossa Senhora do Ó) mit polychromen Marmorbildern der Jungfrau und des Engels Gabriel. Der Altar aus dem 18. Jahrhundert und die Marmorkapelle in Estremoz sind barocke Werke von J.F. Ludwig, genannt Ludovice, dem Architekten des Palasts von Mafra im Dienste von König Johann V. (1706-1750). In der Kapelle ist über dem Gemälde Unserer Lieben Frau von Mariä Himmelfahrt ein wunderschönes Kruzifix ausgestellt, das als „Vater Christi“ bekannt ist.
Im Querschiff sehen Sie die alten Kapellen des Heiligen Laurentius und des Heiligen Christus sowie die Kapellen der Reliquien und des Allerheiligsten Sakraments, die mit vergoldeten Schnitzereien verziert sind. An der Nordspitze befindet sich das spektakuläre Renaissanceportal der Kapelle der Morgados do Esporão. Und im Oberchor befinden sich ein sehr wertvoller Renaissancestuhl aus Eichenholz und eine Orgel von großem Ausmaß, ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.
Sie können auch den gotischen Kreuzgang aus dem Jahr 1325 besichtigen und auf die Terrasse steigen, von der aus Sie ein wunderschönes Panorama über die gesamte Stadt Évora genießen können, da sich die Kathedrale an ihrem höchsten Punkt befindet.