Bern
Unsere Tour beginnt mit einem Blick auf die Berner Altstadt und die Namensgeber der Stadt: die Bären, die den Bärengraben neben der Nydeggbrücke und der Aare bewohnen. Der Bärengraben ist für Bern von grundlegender Bedeutung. Bären sind das Symbol der Stadt und des umliegenden Kantons.
Anschließend überqueren wir den ältesten Zugang zu Bern, die Untertorbrücke, durch die Matte. Hier erfahren Sie, warum dieses Viertel auch das „Schwarze Viertel“ genannt wird.
Nächster Halt ist die reformierte Nydeggkirche (was „Untere Ecke“ bedeutet). Sie steht dort, wo die Stadt 1191 gegründet wurde. Der Legende nach benannte Herzog Berchthold von Zähringen die Stadt nach dem ersten Tier, das er bei einer Jagd erlegte: Bern oder Bär auf Altdeutsch. Die ursprüngliche Burg wurde im 13. Jahrhundert zerstört und durch die Nydeggkirche ersetzt.
Nun gelangen wir zum Münsterplatz, dem Platz vor der Kathedrale, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Von hier aus genießen wir den Blick auf das Berner Münster. Es handelt sich um eine im gotischen Stil erbaute Schweizer reformierte Kathedrale (oder Münster) mit einem 100,6 m hohen Turm, was sie zur höchsten Kathedrale der Schweiz macht und ein Kulturgut von nationaler Bedeutung ist. Sie wurde als Symbol der wachsenden Macht dieses Stadtstaates erbaut und sollte die Bürger ebenso wie ausländische Besucher in Ehrfurcht versetzen.
Lassen Sie uns unsere Füße in Richtung des Zähringerbrunnens bewegen, einem weiteren wichtigen Denkmal der Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Er wurde im 16. Jahrhundert zu Ehren des Gründers von Bern erbaut und wir werden eine Statue eines Bären in Rüstung mit einem Bärenjungen zu seinen Füßen sehen.
Ein paar Schritte weiter erreichen wir eines der Highlights: den Zytglogge-Uhrenturm. Er wurde im 13. Jahrhundert als Torturm für die westlichen Befestigungsanlagen der Stadt erbaut und wurde im Laufe der Jahrhunderte als Wachturm, Gefängnis, Uhrturm, Zentrum des städtischen Lebens und Bürgerdenkmal genutzt. Zusammen mit der astronomischen Uhr aus dem 15. Jahrhundert ist sie eines der bekanntesten Wahrzeichen Berns. Die Uhr führt jede Stunde einen kleinen Tanz auf. Außerdem: Wie oft sieht man eine 800 Jahre alte Uhr?
Wir sehen uns den grausigen Kindlifresserbrunnen an, der übersetzt „Kinderfresserbrunnen“ oder „Ogerbrunnen“ bedeutet. Die Statue zeigt einen sitzenden Oger, der ein nacktes Kind verschluckt, eine Figur aus der Folklore, die ungehorsame Kinder erschreckt. Dann kommen wir zu einem anderen Brunnen, dem Pfeiferbrunnen, der 1545/46 von einem Schweizer Renaissance-Bildhauer erbaut wurde.
Keine mittelalterliche Stadt ist ohne einen Käfigturm vollständig. Dieser mittelalterliche Turm wurde um 1259 als Haupttor der zweiten Stadtmauer erbaut und als Gefängnis genutzt. Die heutige Turmglocke wurde 1643 am Turm angebracht und seine ungewöhnliche Geschichte wird Ihnen von unserem Führer nähergebracht.
Zeit für einen anderen Platz, den Bärenplatz, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Im 16. Jahrhundert wurde der Bärengraben an seine heutige Position verlegt und der nördliche Abschnitt wurde zu einem Marktplatz aufgefüllt.
Schließlich erreichen wir das Herz des Bundesplatzes, wo das Bundeshaus steht, auch als Bundesgebäude bekannt. Dieses ist das Parlament der Schweiz und der Regierungssitz. An der Fassade sehen wir Skulpturen, die die Ursprünge der Schweizerischen Eidgenossenschaft darstellen. Hier endet die Tour mit einer Erklärung der modernen Schweiz und wie effizient und dezentral ein Land mit mehreren Sprachen und Kantonen ist.
Unser Reiseleiter kann Sie auch zurück zur nahe gelegenen Hauptstraße führen, damit Sie die Altstadt von Bern auf eigene Faust erkunden können.