Pusheh Batuan-Tempel
Batuan Village als Dreifaltigkeitstempel.
Unser Bali-Natururlaubspaket wird diesen Tempel besuchen, da es hier eine gesunde Bevölkerung jeder religiösen Sekte und Kaste gibt, die jeweils ihre eigenen kompletten Tempel benötigt. Batuan bietet mehr interessante Tempel als viele weitaus größere Dörfer. Der wahrscheinlich beeindruckendste unter ihnen ist der Pura Puseh Batuan (der Ursprungstempel, wörtlich der „Nabeltempel“), ein kurzes Stück eine Nebenstraße hinunter, die von der Kreuzung nach Westen führt, wo die Hauptstraße eine scharfe rechtwinklige Kurve nach Norden macht. Direkt gegenüber einer großen Versammlungshalle ist der Tempel kaum zu übersehen, da ein Paar sechs Fuß hoher steinerner Raksasas (Wächterriesen), die auf beiden Seiten der Straße stehen, den Zugang aus beiden Richtungen bewachen. Fast alle Skulpturen an diesem Tempel, ob aus vergangenen Jahrhunderten stammend oder für die Restaurierung von 1992 geschaffen, vereinen hervorragende technische Handwerkskunst mit fantasievoller Persönlichkeit. Der neu wiederaufgebaute Gedong Rum, ein dreistöckiger rechteckiger Schrein auf der Ostseite des Innenhofs, und der Meru Alit, der Schrein daneben, beide mit traditionellen Wandmalereien der Götter unter ihren Dachtraufen, sind schöne Beispiele dafür, was in der heiligen balinesischen Architektur noch möglich ist. Besonders auffallend sind die lebendigen Steingesichter, die aus einer Blumenrolle am Fuß des Meru Alit herauswachsen. Der ernsthafte Gelehrte kann von den kleinen Schildern profitieren, die die Namen der einzelnen Schreine des Tempels sowohl in balinesischer als auch in moderner indonesischer Schrift angeben, damit die Gläubigen ihre Opfergaben nicht verlegen können. Ein Eingang durch die Westwand, flankiert von zwei liegenden Widdern, führt zu einem ungewöhnlichen Wassergarten, dessen massives Tor, das an einen javanischen Hindutempel erinnert, und dessen Teich zum ersten Mal seit ihrem Einsturz beim Erdbeben von 1917 frisch restauriert wurden. In der Mitte des Teichs befindet sich Bedawang, die kosmische Schildkröte, auf der das Universum ruht. In einer ruhigen Ecke wartet eine geordnete Anordnung zerbrochener Statuen und architektonischer Details, die dem Erdbeben zum Opfer gefallen sind, darauf, bei zukünftigen Restaurierungen der Pavillons berücksichtigt zu werden.